Die Verlagssuche – lieber klein anfangen!

Der Begriff Verlag ist früher auch in anderen Zusammenhängen gebraucht worden. Ein Verlag streckt die Herstellungskosten vor und erzielt Gewinne mit dem Verkauf einer Ware. Bei Büchern bedeutet das: Der Verlag bezahlt den Autor für sein Manuskript, er veranlasst die weitere Bearbeitung wie Lektorat, Korrektorat und Layout, vielleicht auch die Illustrationen und natürlich den Druck und Vertrieb des Buches. Erst wenn das Buch verkauft wird, beginnt der Verlag, Einnahmen zu generieren. Davon werden natürlich zunächst die Ausgaben abgezogen.

Verlage und ihre Genres

Im deutschsprachigen Raum haben sich die Verlage zumeist auf bestimmte Genres festgelegt. Mancher Verlag hat das Genre schon im Namen stehen, wie der KBV, der Krimibuch-Verlag. Es macht also immer Sinn, wenn man sein Manuskript an den Verlag bringen möchte, genau zu recherchieren, ob der Roman oder die Kurzgeschichten vom Genre her zum Verlag passen. Es macht wenig Sinn, einem Verlag, der sich auf Science-Fiction spezialisiert hat, einen Gedichtband mit Liebesgedichten anzubieten.

Große Verlage

Die Verlagslandschaft im deutschsprachigen Raum ist groß und sehr vielseitig. Es gibt neben den großen Verlagen, die meist mehrere Marken unter einem Dach vertreiben, auch viele Kleinstverlage, die teilweise nur regional bekannt sind. Sieht man sich die Titel und Autoren der Großverlage an, wird man feststellen, dass viele Bücher aus England, Frankreich, Skandinavien und den USA kommen. Die Verlage sehen sich die Märkte genau an, und was dort ein Bestseller wird, wird gern aufgekauft, ins Deutsche übersetzt, massiv beworben und gut verkauft. In diesen Verlagen ist kaum Platz für neue Autoren, die noch unbekannt sind. Das Programm steht meist schon für mindestens ein Jahr fest. Es kommen so viele Manuskripte an, dass die meisten nur flüchtig angeschaut werden.

Kleine Verlage

In kleineren Verlagen sind der Ablauf und die Kalkulation meist anders. Auch die Intention, weshalb man Bücher machen will, sind noch individueller. Meist ist der Verlagsinhaber an den Themen, die er verlegt, persönlich interessiert. Da kleinere Verlage auch meist weniger bekannt sind, kommen dort auch weniger Manuskripte an als in einem großen Verlag. Dass das eingesandte Manuskript also mehr Beachtung findet oder man bei einem Anruf die Möglichkeit hat, mit jemandem zu sprechen, der danach Interesse hat, sich das Manuskript gleich mal anzusehen, ist wahrscheinlicher. Vielleicht wird die Auflage des Buches kleiner sein. Aber die Betreuung ist bei einem kleineren Verlag individueller und für beide Seiten viel ergiebiger.

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